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Eine Mischung aus Kunst und Wirklichkeit
Eine Mischung aus Kunst und Wirklichkeit

Schrauben, schrauben, klopfen, schieben

Samstag haben wir bei IKEA jede Menge Möbel bestellt, die am Montag geliefert werden sollten. "Zwischen 14 und 21 Uhr", sagte die bedingt freundliche Mitarbeiterin nachdem sie genervt meine Möbelwünsche in den Computer getippt hatte.

 

Von Service wenig zu sehen, wenn der Laden brummt. Aber als überzeugte IKEA-Kundin, will ich diesen Samstag mal als Einzelfall in meiner Erinnerung zurück lassen.

 

Der Montag kam und ich war schon um 13:30h in Reindorf, um den Möbelwagen ja nicht zu verpassen. Frisch gestrichene Wände, ein abgeschliffener Boden, der nach dem Öl duftete, das die Handwerker darauf gerieben hatten. Nackte Räume, die bald mit Leben gefüllt werden, doch zuvor noch die Möbel.

 

Es wurde 15 Uhr. Ich bekam Gesellschaft von meiner Familie. Wir sammelten Kastanien und spielten Fußball. Gut, die Kinder hatten schnell keine Lust mehr, also kickten nur noch mein Mann und ich den Ball hin und her. Den Muskelkater spüre ich heute noch.

 

Als mich meine Familie gegen 19 Uhr wieder verließ, war von IKEA noch keine Spur zu sehen. Gut, bis 21 Uhr hatte sie gesagt, auf dem Zettel stand das gleiche - kein Grund zur Panik.

 

Es wurde kalt. Bitter kalt. Da erst heute die untere Etage bezogen wurde, befand sich die Heizung noch auf Sparflamme. Ich nahm die Decke, die sonst als Sitzunterlage gedient hatte und stapfte nach draußen. Die Angst, der Möbelwagen könnte an dem leerstehenden Haus einfach vorbei fahren, wuchs mit der Dunkelheit.

 

Ich sah sicher bemitleidenswert aus, wie ich in der gemusterten Tagesdecke so in der Einsamkeit rumstand und meinem iPod neben der Musik regelmäßig die Zeitanzeige entlockte.

 

Um 21:20 Uhr kam dann endlich die Erlösung über das Kopfsteinpflaster getuckert. Ehrlich, die Arbeitszeiten von den Lieferanten möchte ich nicht haben. Ich habe großen Respekt vor Menschen, die auch beim letzten Kunden noch routiniert und verhältnismäßig freundlich Karton für Karton in den ersten Stock tragen.

 

Und nun stehen schon einige Tische, Sitzgelegenheiten und eine Vitrine. Der Barhocker bringt mich zur Verzweiflung, aber: geht nicht gibt's nicht!

 

Ich bin jetzt schon sehr zufrieden mit der Vorstellung, wie es hoffentlich in einer Woche aussehen wird.

 

Nun aber wieder an die Arbeit!

 

Herzliche Grüße

Sonja

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